Novemberremixe

Es wird wieder geBLöGGt. Weil ich dafür aber nach wie vor wenig Zeit habe, mach ich einfach einen Remix aus älteren und nur einigen wenigen Personen bekannten Texten. Naja, eher eine extended Version. Jedenfalls geht’s mitten im Dezember natürlich um den November. Weil der Dezember nämlich unerhört novemberte, wiewohl der November seinerseits oktoberte. Da braucht es einen Anker. Etwas, woran man sich festhalten, ja, anlehnen kann. Einen BLöGG. Erstaunlich übr., dass die hier verbratenen Texte bis zu sieben Jahren alt sind und von ihrer Inhaltslosigkeit nichts verloren haben. Und in einem gänzlich anderen Medium ebenso funktionieren, wie in der analogen, gedruckten Version von dem, für das sie einst geschrieben wurden. Seht selbst:

Hier wurde schon so vieles nieder geschrieben, was zu bizarrsten Schilderungen der nichtigsten und alltäglichsten Eindrücke erwuchs oder auch so manches Mal eine haarsträubende Interpretation aktueller Geschehnisse war, kurz Unsinn, so blank wie poliert, wie die billigste Ikea-Pfanne – so auch diesmal.

Dem November eines jeden Jahres scheint es zu belieben, den Bäumen in seinem herbstlichen Königreich die Kleider vom Leibe zu reißen, auf dass diese dann in Schamesröte versinken mögen, wären sie doch nur nicht von der Natur mit der Photosynthese verwunschen.

Dabei kann es den Bäumen eigentlich recht schnurz sein. Die Menschen hasten mit jedem Tag ein wenig eiliger an der Natur vorüber und je eher die Sonne ihr Tagwerk verrichtet hat, desto tiefer senkt sich der Blick. Schließlich läuft man mit steigenden Tempo nun mal auch schneller Gefahr, den Tücken novemberdurchmatschten Laubes zu erliegen. Einerseits.

Hält der Mensch zweiterdings inne und macht ‚Milchkaffee draußen‘ ändert das nur nichts an seiner Entfremdung von der Natur. Die Outdoorjacke könnte endlich und kurzzeitig ihren Zweck erfüllen. Doch: Das Herzstück der urbanen, gastronomisch kleinviecherischen Mistmache, der Heizpilz wird zum Erglimmen gebracht – das eben noch zart knospende, im Begriff ein Lodern anzustreben, funken schlagende Seelchen des Naturburschen vice versa und stante pedes zum Erkalten. Was in Dauercampingkreisen gut und recht, der restlichen Welt allerdings grob zuwider ist, dient der gastronomischen Fangopackung der Zielgruppe, dem Rotbewangen pompös beschalter Mädchen zwischen 18 und 39, nicht dem Imitieren von Abenteuer. Lediglich das ‚Pilz‘ in ‚Heizpilz‘ paust in den kleinstadtmiefigen Großstadtschluchten diese Imitation blau. (Würde doch wenigstens grün gepaust …)

Es stehen also unnötigerweise, weil unbeachtet, von Scham gepeinigte Bäume knöcheltief in ihren Lumpen, während sich der Mensch unter Umständen und sehr vielleicht noch kurz an einem Spaziergang durch die Kleidersammlung der Natur begeistern, jedoch wahrscheinlich eher für den heimischen Ofen erwärmen kann.

Der Herd der Familie wird gelegentlich, oft auch nur kurzzeitig mal unter anderen Dächern aufgestellt. Es züngelt dann ein kleines Feuerchen durch die offenen Herzen, der vom Prä-Weihnachtsrausch Bekifften, wie wohl all dies an der temporären Entfremdung von Mensch und Natur wieder nur nichts ändert. Bis, ja bis sich Baum und Strauch wieder angezogen haben und ein zarter Frühlingshauch die Blätter der Rosen lüftet, die nun ihrerseits rote Wängchen zieren.

Darauf nehmen sich Mai, Juni, Juli und August an die Hände, um dem lustvollen Treiben des rosarotbebrillten und wenn man es sich recht überlegt, ja doch permanent irgendwie highen (vor-) läufigen Endergebnisses der menschlichen Evolution zu zusehen. Merkwürdig nur, dass Humanus Erektus, sprich Homo Homo Sapiens, die äußerste Scheu vor seines Gleichen zu hegen pflegt. Dies darf durchaus zwieverstanden werden.

Launen der Natur sollte man all dies nicht nennenjenes. Diesem Aufsatz angemessen eher Bäumchenwechseldich-Spielchen. Denn obgleich derlei in jedem Jahr ein neuer Zauber innewohnt, stellt ebendieser auch den Reiz dar, es weiterhin zu spielen und hernach an seine Kinder weiter zu geben. So werden sich also noch Generationen aller, wenigstens auf diesem Kontinent lebenden Arten dezent inkontinent darüber einlullen.

Wie immer schließt sich ein Wust aus bizarrsten Schilderungen der nichtigsten Alltäglichkeiten. Nur eben anders. Und zwar wie folgt:

Herbstlichst,

BLöGGness


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