Esoterik 1.4.2

Zweierlei Freunde, oder eigentlich gar Mehrerlei.

Ich wurde jüngst nicht nur Zeuge, nein, sogar Mittäter gewissermaßen in einer interessanten Debatte. Und wie es solche so an sich haben, warf eben auch diese Fragen auf. Zunächst grundlegende, die zu beantworten ich zwar nur sehr bedingt in der Lage bin, die aber zu stellen mit meinem zweifelhaften Vorleben mir nicht schwer fielen.

Ja, also, ich glaube an Geister. Nur um die Variablen korrekt einzustellen und hier weiterschreiben zu können.

Es wäre doch nur logisch, wenn sich die Geister unserer Zeit – mit uns – den technischen Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts anpassten. Denn: Warum sollte der Geist von beispielsweise Ed Roberts nicht die Twitters und Facebooks irgendwie nutzen, die u.a. seine Rechner erst möglich machten? Und irgendwelche Daten haben wir doch alle schon auf- oder abtauchen sehen, ohne das irgendwie erklären zu können. Warum sollte ein Bob Moog nach dem sehr schaden zwar, aber doch Ableben im Himmel auf einer Harfe rumtönen, wenn er es doch zeitlebens auf seinen Instrumenten zu tun pflegte? Die Idee einer Cloud könnte also ganz einfach erklärt sein. Die Cloud dient mithin vielleicht der Kommunikation mit den jüngeren Ahnen und wir verstehen’s nur noch nicht und laden stattdessen irgendwelchen Müll da hoch.

Okay, und wenn das nun eigentlich der Zwischeninstantlichen Kommunikation dienen soll ist natürlich ein Standard wichtig. Sonst redet mein Opa via Mac Polnisch, über Windows, nun ja, nicht Deutsch unbedingt aber sowas in der Art, mit Safari Goralisch, mit IE Sächsisch und mit Opera Esperanto. Oder reden wir gar nicht mit unseren Geistern, weil sie sich mal für BeOS entschieden hatten?

Na jedenfalls: Haben wir denn derletzt irgendwelche Geister gesehen? Nein. Warum? Weil’s bei uns reichlich langweilig ist und sich der Geek-Geist eher bei seineslebendigengleichen aufhält und die bekommen’s nicht mit, weil sie ja irgendwas geekiges machen. Und wenn wir mal ’ne Weile surfen, kriegen wir ja auch teilweise den Kaffee nicht mit, der neben unserem Keyboard kalt wird. Wie sollen wir da einen Geist mitbekommen, der uns beim facebooken über die Schulter guckt?

Ein weitere der wichtigen Fragen war dann die, warum (lebende) Menschen des Öfteren die Geister von Berühmtheiten sehen, aber wenn es zuhause spukt, es sich um entweder Vorbewohner der Wohnung/des Hauses oder verblichene Familienmitglieder handeln soll, die dann schnellstmöglich losgeworden sein sollen? Folgend wäre also weiterhin gut zu wissen, ob man den Geist beispielsweise von Heinz Erhardt, James Dean, Elvis oder Marilyn Monroe ebenso schnell loswerden würde wollen, wie den von Tante Agathe oder Onkel Achim? Und natürlich ob man den ulkigen Heinz Erhardt eher ins Jenseits zurück wünschte als einen stirnrunzelenden James Dean oder einen singenden und tanzenden Elvis eher als einen (nehme ich wenigstens an) hochgradig nerdigen Alan Turing? Und das Jenseits unterliegt nach weitläufiger Meinung nicht der Schwerkraft – wie sieht es also mit Marilyn aus?

Noch eine Sache, die mich umtreibt: Zwar wird angenommen, dass das Jenseits endlos ist, aber das vorzustellen fällt uns schwer. Es sind also ein paar hunderte Milliarden Seelen unterwegs – ob die einfach ein riesiges ZIP-Archiv sind und wir nur ab und an mal ein paar entpacken? Oder die sich gar eher einfach selbst?

Ideenweise bin ich jetzt bei Esoterik 1.4.2 etwa, 2.0 soll’s aber der Schnittstelle zu Web 2.0 wegen schon werden. Ideen also bitte hierher!

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